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Veranstaltungen (Dokument-Nr.: 34839)
RUMÄNIEN
Löhne und Gehälter
Seite 1: Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Löhne und Gehälter
Seite 2: Allgemeines zum Arbeitsmarkt
Seite 3: Arbeitsrecht in Kürze
Seite 4: Bruttolohn
Seite 5: Nettolohn
Seite 6: Zusatzleistungen
Seite 7: Lohnnebenkosten
Seite 8: Arbeitskostenvergleich
Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Löhne und Gehälter
Die Wirtschaftskrise hat Rumänien mit voller Wucht getroffen. Wie in vielen anderen Ländern führt dies auch in Rumänien zu veränderten Rahmenbedingungen, in weiten Bereichen sogar in überdurchschnittlichem Ausmaß. War es in den letzten Jahren in einigen Regionen schwierig Arbeitskräfte zu finden, ist nun ein starker landesweiter Anstieg der Arbeitslosenzahlungen festzustellen. Innerhalb eines einzigen Jahres (2009) soll die Arbeitslosenquote von 4,9 auf 9 Prozent steigen. Massenentlassungen, Werkschließungen oder Kurzarbeit charakterisieren den momentanen Arbeitsmarkt. Einige Branchen (u.a. Textil, Leder, Schuhe) verringern oder streichen ihre Kapazitäten am Standort Rumänien und werden diese nach der Krise nicht wieder in Rumänien aufbauen, da die Arbeitskraft in Rumänien zu teuer geworden ist.
Erstaunlicherweise hat dies bisher nicht zu unmittelbaren Konsequenzen für das Niveau der in den letzten Jahren stark gestiegenen Löhnen und Gehältern geführt. Im Gegenteil: Im ersten Jahresquartal 2009 sind die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18,5 % gestiegen. In allen anderen Teilen Europas sind die Lohnkosten nur schwach gestiegen oder gar gesunken. Es ist aber damit zu rechnen, dass sich in den kommenden Monaten die Löhne auch in Rumänien an die geänderten Bedingungen anpassen werden. Nach einer Einschätzung der rumänischen Nationalen Kommission für Prognose dürfte sich die Lohnsteigerung im Jahr 2009 bei durchschnittlich 5,2 Prozent einpendeln. Für das Jahr 2010 steigen nach der selben Prognose die Reallöhne um 3,6 Prozent.
In Rumänien stiegen die Löhne in den letzten Jahren schneller als die Produktivität. Heute liegen die Lohnstückkosten in Rumänien teilweise über dem Niveau von Standortwettbewerbsländern wie beispielsweise Bulgarien, Slowakei oder auch Ungarn. Einen gewisse Abfederung dieser Entwicklung erfolgte durch die schwache Landeswährung Leu. Die Währung hat in den letzten Monaten 20 Prozent gegenüber dem Euro verloren. Dadurch blieben die Personalkosten für Investoren aus den Euro-Raum vergleichsweise preiswert.
Ein Ende der Krise in Rumänien ist derzeit nicht in Sicht. Während es im westlichen Europa bereits erste Anzeichen einer konjunkturellen Erholung gibt, erwarten Experten, dass sich die rumänische Wirtschaft erst deutlich später und sehr langsam erholen wird.
DOKUMENT-NR. 9136
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