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Was kostet

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Rumänien

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Ansprechpartner:

Volker Scherer
Tel.: 0621 5904-1910
Fax: 0621 5904-1904

Dokument-Nummer: 26777

 

Was kostet eigentlich ...

 

1. Allgemeines
2. Löhne und Gehälter
3. Hallen- und Bürokosten
4. Mietkosten für Wohnungen
5. Kaufpreise für Wohnungen
6. Gebühren und Steuern

 

1. Allgemeines

Die nachfolgenden Angaben sind Durchschnittswerte, die lediglich der groben Orientierung dienen sollen. Diese Werte sind durch Rückmeldungen von Unternehmen und Dienstleistern entstanden, die Erfahrungen in der Praxis gesammelt haben. Zusätzlich wurden Angaben des Nationalen Statistischen Amtes in Rumänien sowie weitere Studien und Angaben berücksichtigt. Bei allen aufgeführten Positionen kann es immer zu Abweichungen kommen. Diese Seite lebt von der Weitergabe realistischer Werte aus der Praxis. Falls Sie andere Erfahrungen machen sollten oder zusätzliche Angaben machen können, sind wir für ergänzende Hinweise sehr dankbar. Natürlich freuen wir uns auch, falls Sie die angegeben Werte bestätigen können.

Beeinflussende Faktoren sind bei Gebäuden/Hallen u.a. der Zustand, die Ausstattung sowie die Erreichbarkeit. Bei Löhnen/Gehältern spielen neben der Qualifikation und beruflichen Erfahrung auch die aktuell existierende Nachfrage in der jeweiligen Branche eine große Rolle.

Nicht zuletzt begründen regionale Unterschiede auch weiterhin vergleichsweise große Abweichungen sowohl bei Gebäuden/Hallen als auch bei Löhnen/Gehältern.

Die Wirtschaftskrise traf und trifft auch das Land Rumänien mit voller Wucht. Erstaunlicherweise hat dies aber bisher sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die unterschiedlichen Kostenblöcke mit sich gebracht. Während die Preise für Immobilien - und in großen Teilen auch für Grundstücke - durchschnittlich um 20 - 30 Prozent gesunken sind, hat die Krise bisher noch keine großen Auswirkungen auf Löhne und Gehälter mit sich gebracht. Im Gegenteil: Trotz einem starken Personalabbau, der sich durch das ganze Land zieht, sind im ersten Jahresquartal 2009 die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorjahresquartal um weitere 18,5 Prozent gestiegen. In allen anderen Teilen Europas sind zeitgleich die Lohnkosten nur schwach gestiegen oder gar gesunken. Es ist aber damit zu rechnen, dass sich in den kommenden Monaten die Löhne auch in Rumänien an die geänderten Bedingungen anpassen werden.

 

2. Löhne und Gehälter

Seit dem 1. Januar 2009 beträgt der gesetzliche monatliche Bruttomindestlohn 600 Lei (ca. 143 Euro). Ursprünglich war von Seiten der rumänischen Regierung geplant, dass ab dem 1. Juli 2009 eine weitere  Anpassung an die tatsächliche Entwicklung der durchschnittlichen Bruttogehälter erfolgen soll, falls diese mehr als 5 % von der Jahresprognose für 2009 (=1.820 lei) abweichen. Zu dieser Anpassung ist es bisher nicht gekommen.

Die durchschnittlichen Bruttolöhne sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Allgemein werden in Städten höhere Löhne bezahlt als auf dem Land. Ebenfalls sind die Löhne in Bukarest sowie im Westen Rumäniens höher als in anderen Teilen des Landes. In den "Boomzentren" Bukarest, Sibiu, Timisoara, und Cluj sind (qualifizierte) Arbeitskräfte inzwischen knapp geworden. Dies schlägt sich unmittelbar auf die Lohnhöhe nieder.

 

Durchschnittslöhne 
(brutto, in Euro)

 

Stadt / Region Durchschnittslohn
Rumänien 385
Bukarest 520
Timisoara

400

Cluj 410
Sibiu 400
Brasov 350

 

Durchschnittsnettolöhne nach Berufsgruppen
(in Euro)

 

Arbeiter 200
Bürokraft 300
Ingenieur 400 - 500
Ingenieur mit Berufserfahrung
(hochqualifiziert)
westliches Niveau
Geschäftsführer 1500 - 2000
Geschäftsführer
(großer Betrieb, viele Mitarbeiter,
hochqualifiziert)
westliches Niveau

 

Ausführliche Informationen zum Thema Löhne und Gehälter in Rumänien finden Sie auf unseren Internetseiten unter dem Menüpunkt "Löhne und Gehälter".

 

3. Hallen- und Bürokosten

(a) Hallen:

  • Hallenneubau: 300 - 350 Euro/qm mit Anschlüssen, besonders hohe Preise werden in Cluj verlangt. Hier ist für den qm-Preis in Einzelfällen bis zu 1.200 Euro gefordert werden. 
    Vor der Krise musste in gefragten Regionen Westrumäniens und in Bukarest mit Werten bis zu 500 Euro/qm kalkuliert werden. 
  • Hallenmiete: 4 - 6 Euro/qm je nach Zustand und Region. 
    Aufgrund des regional sehr knappen Angebots an verfügbaren und brauchbaren Hallen lag der Preis für den qm vor der Krise in einzelnen Regionen deutlich höher. Bis zu 12 Euro wurden hier gefordert. 

Quellen: Bizzo.ro pentru companii, Unternehmerangaben, Makler, Berater

(b) Büros:

Wie bei allen Immobilien hat die Wirtschaftskrise auch deutliche Auswirkungen in diesem Bereich mit sich gebracht. Durchschnittliche Absenkungen der Angebotspreise um 20 Prozent sind in allen Landesteilen Rumäniens festzustellen, einzelne Objekte werden sogar 40 Prozent günstiger angeboten.

  • Büroneubau (Durchschnitt Rumänien): seit der Krise 600 - 800 Euro/qm, 800 - 1200 Euro/qm vor der Krise
  • Büromiete (Durchschnitt Rumänien): 6 - 12 Euro/qm, vor der Krise: 8 - 17 Euro/qm
  • Büromiete (Bukarest): 6 - 16 Euo/qm, vor der Krise: 8 - 25 Euro/qm
  • Büromiete (Timisoara): 6 - 16 Euro/qm, vor der Krise: 9 - 26 Euro/qm
  • Büromiete (Cluj): 8 - 12 Euro/qm, vor der Krise: 10 - 26 Euro/qm
  • Büromiete (Brasov): 5 - 13 Euro/qm, vor der Krise: 8 - 14 Euro/qm
  • Büromiete (Sibiu): 10 - 15 Euro/qm, vor der Krise: 10 - 19 Euro/qm

Hinzu kommen Nebenkosten (Strom, Heizung) von etwa 6 bis 11 Euro im Monat.

In den Wirtschaftsmetropolen Rumäniens werden zunehmend Geschäftszentren gebaut. Dadurch werden die Mietpreise laut Schätzungen von Experten in den nächsten drei bis vier Jahren um bis zu 25% sinken.

 

4. Mietkosten für Wohnungen (regional):

  • Einzimmerwohnung in Bukarest: 350 - 1.000 Euro/Monat
  • Einzimmerwohnung in Timisoara: 200 - 350 Euro/Monat
  • Einzimmerwohnung in Cluj: 150 - 600 Euro/Monat
  • Einzimmerwohnung in Brasov: 150 - 250 Euro/Monat
  • Einzimmerwohnung in Sibiu: 150 - 350 Euro/Monat
  • Einzimmerwohnung in Iasi: 200 - 550 Euro/Monat

 

5. Kaufpreise für Wohnungen

  • Wohnung in alter Bausubstanz: 800 - 1.000 Euro/qm (vor der Krise: 1.000 bis 1.200 Euro/qm; in zentraler Lage: 2.000 Euro/qm).
  • Neue Wohnanlage: 800 - 1.000 Euro/qm (vor der Krise mindestens 1.200 bis 1.400 Euro/qm; je nach Lage auch deutlich mehr).

Beispiele Zweizimmerwohnungen in:

  • Bukarest: 79.000 Euro, ca.1.300 - 1.400 Euro/qm
  • Constanta: 65.000 Euro, ca. 1.000 - 1.200 Euro/qm
  • Brasov: 63.000 Euro, ca. 1.000 - 1.100 Euro/qm
  • Timisoara: 60.000 Euro, ca. 1.000 Euro/qm
  • Iasi: 50.000 Euro, ca. 800 Euro/ qm

Die Kaufpreise sind aufgrund der Immobilien/Wirtschaftskrise stark gesunken, im Mai 2009 bis zu 60%. Fachleute erwarten, dass die Kaufpreise von Altbauwohnungen in Bukarest auf 300 Euro/qm sinken könnten. 

Quelle: Antena 3:

http://www.antena3.ro/economic/imobiliare/garsoniere-in-timisoara-la-pretul-unei-masini-de-teren_71245.html

http://www.antena3.ro/economic/imobiliare/casele-vechi-din-bucuresti-cu-20-mai-ieftine_69430.html

 

6. Gebühren und Steuern:

Definitive Umwandlung von landwirtschaftlichem Boden in Bauland (abhängig von der Fläche):

  • < 1 ha: 250 RON
  • 1 - 50 ha: 500 RON
  • > 50 ha: 700 RON

Für die Umwandlung muss eine Genehmigung erteilt werden für die, bei einer Bearbeitungszeit von drei Arbeitstagen, zwischen 1.500 bzw. 2.000 bzw. 3.000 RON zu entrichtet sind.

Temporäre Umwandlung von landwirtschaftlichem Boden in Bauland:

Die temporäre Umwandlung ist auf zwei Jahre begrenzt. Die Gebühren entsprechen denen bei der definitiven Umwandlung; allerdings wird die Summe nur als Garantie hinterlegt.

Gebühr zur Eintragung in das Grundbuch:

In das Grundbuch muss der Eigentumstitel des Grundstücks (Kaufvertrag) eingetragen werden. Die Eintragung erfolgt bei der lokalen Judecatorie (territoriales Amtsgericht) und kostet bis zu 100 Euro.

Jährliche Grundsteuer:

Sie ist bei der zuständigen Finanzbehörde zu zahlen. Die Höhe der Grundsteuer wird von zwei Faktoren bestimmt. Zum einen die Bestimmung des Grundstücks; d.h. Bauland land- oder forstwirtschaftlich, Wiese, Weingut, Straßen und Eisenbahn (insgesamt 10 Kategorien). Zum anderen ist die Zone ausschlaggebend: A - Bestlage, D - Billigstlage. Je nach Kombination muss ein Wert in RON/ha entrichtet werden. Während für landwirtschaftlichen Böden ca. 6 Euro/ha erhoben werden, sind es für Grundstücke innerhalb von Ortschaften bis zu 0,2 Euro/qm. Die Berechnungswerte sind im Fiskalcode geregelt.

Anwalts-/Notarkosten und Grunderwerbssteuer:

50-250 Euro/Stunde je nach Anwaltskanzlei für das Prüfen der Rechtslage des Grundstücks auf Lasten und Eigentumsverhältnisse, Verhandeln mit dem Eigentümer, Erstellen des Kaufvertrags.

2% - 0,5% des Kaufwertes für die Erstellung der Eigentumsunterlagen sind an den Notar zu zahlen (entspricht etwa der deutschen Grunderwerbssteuer).

Makler

3% des Grundstückswertes + 19% MwSt. Maklerprovision

Quelle: AHK Rumänien

 

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