
Landes- und Wirtschaftsinformationen
| Landesdaten | |
| Wirtschaftsdaten | |
| Länder-Rating Rumänien | |
| Außenhandel | |
| Wirtschaftsbeziehungen Deutschland-Rumänien | |
| Charakteristika des rumänischen Marktes | |
| Staatsaufbau | |
| Gewerkschaften |

Rumänien liegt auf dem 44. Breitengrad Nord und dem 26. Längengrad Ost und grenzt an die Nachbarländer Bulgarien, Serbien, Ungarn, Ukraine und Moldawien. Die Landesgrenzen verlaufen dabei wie folgt:
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Rumäniens Landesgrenzen |
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| Insgesamt | 2 508 |
| Bulgarien | 608 |
| Ungarn | 443 |
| Moldawien | 450 |
| Serbien | 476 |
| Ukraine (Nord) | 362 |
| Ukraine (Ost) | 169 |

Das Land besteht aus den Landesteilen Walachei, Moldau und Siebenbürgen (Transsilvanien) sowie Teilen des Banat, der Bukovina und der Dobrudscha. Die drei Farben der rumänischen Flagge symbolisieren die Vereinigung von Moldau (rot), Walachei (blau) und Siebenbürgen (gelb). Der Gebirgszug Karpaten verläuft von Süden nach Norden etwa durch die Mitte des Landes und trennt den Landesteil Siebenbürgen im Zentrum und Nordwesten von den anderen beiden Landesteilen Walachei und Moldau. Im Westen befindet sich der Landesteil Banat. Im Osten an der Schwarzmeerküste befindet sich der Landesteil Dobrudscha.
Der tiefste Punkt Rumäniens liegt bei 0 Metern über dem Meeresspiegel im Bereich des Schwarzen Meeres. Der höchste Erhebung ist der Gipfel des Moldoveanu mit 2 544 Metern.
Rumänien verfügt im Nordosten des Landes über einen Zugang zum Schwarzen Meer. Der gesamte Küstenabschnitt hat eine Länge von ca. 225 Kilometern. Der Hafen in Constanta gilt als wichtiger internationaler Umschlagsplatz.
Die geographische Lage Rumäniens ist prädestiniert für den Handel zwischen Asien und Europa. So verbindet die Donau das Schwarze Meer mit acht europäischen Staaten. Beispielsweise können Waren und Rohstoffe aus dem Iran, Russland, Kasachstan oder der Türkei direkt über den Seeweg bis nach Rotterdam verschifft werden. Umgekehrt können Konsumgüter aus Europa auf direktem Weg die neuen Märkte Mittelasiens und des Nahen Ostens erreichen.
Die folgende Grafik zeigt die Aufteilung Rumäniens in 41 Kreise (Judete) und 1 Gemeindeverwaltung* (Municipiu):

Die Kreise im Einzelnen:
Alba, Arad, Arges, Bacau, Bihor, Bistrita-Nasaud, Botosani, Braila, Brasov, Bucuresti*, Buzau, Calarasi, Caras-Severin, Cluj, Constanta, Covasna, Dimbovita, Dolj, Galati, Gorj, Giurgiu, Harghita, Hunedoara, Ialomita, Iasi, Maramures, Mehedinti, Mures, Neamt, Olt, Prahova, Salaj, Satu Mare, Sibiu, Suceava, Teleorman, Timis, Tulcea, Vaslui, Vilcea, Vrancea. Diese Verwaltungsgliederung wurde im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der französischen Départements vorgenommen.
Eine Neueinteilung des Landes in Regionen wird immer wieder diskutiert.
Die wirtschaftliche Entwicklung Rumäniens verläuft regional sehr unterschiedlich. Während einige Kreise und Landesteile über eine gut ausgebaute Infrastruktur verfügen und Ziel zahlreicher ausländischer Investitionen wurden, liegen andere Regionen fast völlig brach. Die Farbschattierungen der folgenden Karte geben die unterschiedlichen Grade der wirtschaftlichen Entwicklung gemäß der angegebenen Skala wieder. Danach sind beispielsweise die Kreise Timis, Cluj, Sibiu, Brasov und Bukarest wirtschaftlich sehr gut entwickelt.

Zur Zeit existieren sieben freie Wirtschaftszonen: Sulina (im Donaudelta), Constanta Sud, Basarabi, Galati (an der Donau), Giurgiu (an der Donau), Braila (an der Donau) und Curtici (neben Arad).
Darüber hinaus existieren ca. 30 Industrie- und Technologieparks, z. B. in Bacau, Brasow, Cluj, Galati, Hemeius, Sibiu "Sura Mica" und Timisoara.
Die ausländischen Direktinvestitionen in Rumänien erreichten im Jahr 2006 ein Rekordvolumen von 9,1 Mrd. Euro. Gegenüber 2005 bedeutete dies ein Anstieg von 5,2 Mrd. Euro (75%). Somit deckten die ausländischen Direktinvestitionen das Leistungsbilanzdefizit zu 91%. Das Investitionsvolumen übertraf die Prognosen der rumänischen Agentur für Ausländische Investitionen ARIS, die 6,2 Mrd. Euro erwartet hatte. Allerdings kamen dazu noch die 2,2 Mrd. Euro aus dem Verkau der Banca Comerciala Romana BCR an die Erste Bank. Etwa ein Drittel der Direktinvestitionen im vergangenen Jahr machten die Darlehen der Muttergesellschaften an ihre rumänischen Tochtergesellschaften aus.
In den ersten vier Monaten des Jahres 2007 haben sich die ausländischen Investitionen im Vergleich zum Vorjahr auf 651,6 Millionen Euro mehr als verdoppelt (Januar bis einschließlich April 2006: 302,9 Millionen Euro). Alleine im April wurden 1.197 neue Gesellschaften mit ausländischem Kapital eingetragen, seit Anfang des Jahres waren es insgesamt 5.137 (ersten vier Monate 2006: 3.806). Das Volumen des gezeichneten Gesellschaftskapitals sowie der Kapitalaufstockungen belief sich im April 2007 auf 112,9 Millionen Euro. Die meisten neuen Firmen kamen aus Italien (221) und Ungarn (118). Die größten Kapitalaufstockungen nahmen E.ON Energie Romania (104,9 Millionen Euro) und Orkla Foods (10,8 Millionen) vor. Die Anzahl der Firmen stieg auch bis Juni weiter: bis dato wurden bereits 7989 neue Gesellschaften mit ausländischer Kapitalbeteiligung registriert.
Die Zahlen des Handelsregister ONCR beziehen sich einzig auf das Volumen des gezeichneten Kapitals bei Gesellschaften mit ausländischer Beteiligung sowie auf Kapitalaufstockungen. Die Nationalbank hingegen berechnet das Volumen der ausländischen Direktinvestitionen, indem sie zu den Zahlen des Handelsregisters auch den Kapitalfluss (Darlehen) zwischen Muttergesellschaft und rumänischer Tochtergesellschaft, Privatisierungen sowie den reinvestierten Gewinn hinzuzählt. Für die ersten vier Monate 2007 gab die Nationalbank 1,6 Milliarden Euro ausländische Direktinvestitionen bekannt.
Rumänien in Zahlen:
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Allgemeine Informationen |
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Fläche |
238 390 qkm, davon 7 160 qkm Wasser |
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Einwohnerzahl |
21,7 Millionen |
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| Ethnische Gruppen | Rumänen 89,5%, Ungarn 6,6%, Roma 2,5%, Ukrainer 0,3%, Deutsche 0,3%, Russen 0,2%, Türken 0,2%, andere 0,4% | ||||||||||||||||||||||
| Altersstruktur |
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| Durchschnittsalter |
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| Lebenserwartung |
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Bevölkerungswachstum (je Jahr, 2006/2005) |
- 1,5 Prozent | ||||||||||||||||||||||
| Bevölkerungsdichte (Einwohner je qkm) | 91 | ||||||||||||||||||||||
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Sprache |
Rumänisch; andere Sprachen entsprechen der ethnischen Gliederung; Korrespondenzsprachen: Rumänisch, Deutsch, Englisch, Französisch. |
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| Klima | Kontinentales Klima | ||||||||||||||||||||||
| Religion, Kirchen |
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| Unabhängigkeit | 1862 Zusammenschluss der Donaufürstentümer Walachei und Moldau als Rumänien, 1878 Anerkennung der Unabhängigkeit Rumäniens auf dem Berliner Kongress, 1918 wurden im Norden Transsilvanien (Siebenbürgen), im Westen das Banat und im Osten die Dobrudscha angegliedert | ||||||||||||||||||||||
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Hauptstadt |
Bukarest (2,3 Mio. Einwohner) |
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Großstädte |
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Wirtschaftszentren |
Bukarest, Timisoara, Cluj-Napoca, Sibiu, Brasov, Oradea, Constanta |
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| Rohstoffe | Erdöl (sinkende Reserven), Bauholz, Erdgas, Kohle, Eisenerz, Salz, urbares Land, Gold, Silber, Zinn, Kupfer, Eisen | ||||||||||||||||||||||
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Staatsform |
Republik |
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Verwaltungsstruktur |
Zentralistisch nach französischem Vorbild., Verwaltung der 41 Departements (Judet) durch Präfekten, die von der Regierung eingesetzt werden Administrative Teilung:
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| Staatshaushalt |
2003: Defizit in Höhe von 21,3% des BIP 2004: Defizit in Höhe von 18,5% des BIP 2005: Defizit in Höhe von 15,2% des BIP 2006: Defizit in Höhe von 13,7% des BIP 2007: Defizit in Höhe von 13,9% des BIP (Schätzung) |
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Währung |
1 Leu = 100 Bani |
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Wechselkurs |
100 rumänische Lei (RON) = 23,99 Euro (EUR) |
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(a) Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Das BIP befindet sich seit dem Jahr 2000 auf einem stetigen Wachstumskurs und pendelt sich bei durchschnittlich etwa 6 Prozent jährlichem Wachstum ein. Das Wachstum wird getragen durch eine Steigerung des privaten Konsums (bedingt durch Reallohnsteigerungen) und eine deutliche Zunahme der Bruttoanlageinvestitionen. Sinkende Arbeitslosenzahlen verstärken den positiven Effekt.
Das Haushaltsdefizit ist für ein Reformland erstaunlich gering und liegt sogar unter dem üblichen Niveau vergleichbarer Länder in der Region. Dennoch besteht für Rumänien ein unverändert hoher Bedarf an Reformen, der auch nach dem Beitritt zur EU sehr stark angemahnt wird. Reformbedürftig sind nach Auffassung der EU insbesondere die Bereiche "Öffentlichen Verwaltung", "Rechtssicherheit" und "Korruption".
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Bruttoinlandsprodukt (BIP) |
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2004 |
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 Prognose |
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BIP |
60,8 | 79,2 | 97 | 122 | 137 | 125 |
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BIP-Veränderungen |
8,1 | 4,1 | 7,7 | 6,2 | 7,1 | -4,0 |
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BIP je Einwohner (nominal in Euro) |
2.649 | 3.459 | 4.503 | 5.651 | 6.100 | |
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Ausländische Direktinvestitionen (Jahressummen Mrd. Euro) |
2,4 | 5,2 | 9,1 | 7,2 | 9,0 | |
Quellen: Nationales Statistisches Amt,
Rumänien
http://www.insse.ro
Nationalbank
Aussagekräftig ist der Indikator "Bruttoinlandsprodukt / Einwohner", der direkte Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft zulässt.
Nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat lag Rumäniens BIP / Einwohner im Jahr 2005 bei rund 35 Prozent des Durchschnitts in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Das höchste Pro-Kopf-BIP hat Luxemburg mit etwa dem Zweieinhalbfachen des EU-Durchschnitts, gefolgt von Irland. Von den neuen EU-Mitgliedstaaten der ersten Beitrittsrunde verzeichnete Slowenien das beste Ergebnis, mit einem Pro-Kopf-BIP von rund 80 Prozent des EU-Durchschnitts. Die nächsten Ränge belegten die Tschechische Republik mit 73 Prozent und Malta mit 69 Prozent.
Mit seinen 35 Prozent des EU-Durchschnitts platzierte sich Rumänien vor Bulgarien (32 Prozent), der Türkei (31 Prozent) und Mazedonien (26 Prozent). Rumänien hat im Jahr 2005 mit 4.568 US-Dollar eines der niedrigsten BIPs je Einwohner in der Region verzeichnet, obwohl das Wirtschaftswachstum im Zeitraum 2002 bis 2005 mit einem Jahresdurchschnitt von 6,1 BIP-Prozent zu den höchsten gehörte. Nach Angaben der Weltbank schnitt nur Bulgarien (3599 US-Dollar) schlechter ab. Platz eins beim Pro-Kopf-Einkommen 2005 belegte Slowenien (17.929 US-Dollar), vor Tschechien (12.254 US-Dollar) und Ungarn (10.831 US-Dollar).
Rumäniens Wirtschaft wird laut Weltbank-Prognose in den nächsten Jahren weiterhin kontinuierlich wachsen. Dabei gehen die Experten von einem geschätzten Wachstum zwischen 6 und 6,5 % aus.
Die folgende Grafik zeigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) / Einwohner. Interessant ist der Vergleich von Rumänien mit den Standortkonkurrenten Bulgarien (Rumänien und Bulgarien sind zum 1. Januar 2007 der EU beigetreten) und Polen (Beitritt zur EU im Mai 2004). Zur besseren Einordnung erfolgt der Vergleich mit Deutschland:
(b) Die Inflationsrate
Rumänien arbeitet stetig und erfolgreich an einem Absenken der Inflationsrate. Zum ersten Mal seit der Wende im Jahr 1989 ist in 2005 die Inflation auf unter 10 Prozent gesunken. Nicht zuletzt durch massiven Druck der Weltbank und anderen Geberinstitutionen wird die Inflation weiter bekämpft. Soweit dies absehbar ist, erscheint realistisch, dass sich die jährliche Inflation langfristig bei ca. 4% einpendeln wird.
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Inflationsrate |
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| Jahr | 2003 |
2004 |
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 Prognose |
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Jahresdurchschnitt |
14,1 | 11,9 | 9,0 | 6,6 | 4,8 | 7,8 | 6,0 |
(c) Die Arbeitslosenquote:
Die positive wirtschaftliche Entwicklung Rumäniens wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Nach Angaben des nationalen rumänischen Instituts für Statistik (NIS, www.insse.ro) sinken die Arbeitslosenzahlen kontinuierlich. Parallel zu der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung in den Kreisen schwanken auch die Arbeitslosenzahlen regional sehr stark. Die Skala reicht von 2,1 Prozent in dem Kreis Timis über 2,4 Prozent in Bukarest bis zu 11,2 Prozent im Kreis Vaslui (Zahlen von 2006). Nach Einschätzung internationaler Experten nimmt die Schattenwirtschaft in Rumänien immer noch eine beträchtliche Stellung ein. Seit Einführung der Flat-Tax ist der Anteil zwar kontinuierlich gesunken, bleibt aber dennoch hoch. Nachdem sie in den Jahren zwischen 1990 und 1998 jährlich zwischen 35 und 40 Prozent des BIP ausmachte, ist in den letzten Perioden ein stetiges Absinken der Quote erfolgt. Nach Mitteilung der ehemaligen Regierung betrug der Anteil der Schattenwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt im Juli 2004 etwa 25%. Im europäischen Durchschnitt beträgt liegt die Größe etwa zwischen 8%-15%.
Wie in allen neuen EU-Mitgliedsländern hat auch in Rumänien die Landwirtschaft noch immer eine große volkswirtschaftliche Bedeutung. Weiterhin ist festzustellen, dass mehr Menschen im Dienstleistungssektor beschäftigt sind als in der Industrie.
Die Arbeitslosenquote lag im ersten Quartal des Jahres 2007 bei 7 Prozent. Im Vorquartal lag die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozent höher, im entsprechenden Vorjahreszeitraum sogar um 0,8 Prozent. Ende Dezember 2007 wurde eine Arbeitslosenquote von 4,1% erreicht, die damit um 1,1% niedriger war als im Vorjahr. Die höchste Arbeitslosigkeit wurde in der Altersklasse der 15 bis 24-Jährigen registriert. 7,8 Prozent der Männer und 6,2 Prozent der Frauen sind arbeitslos. In Städten wurde eine Quote von 8,1 Prozent und auf dem Land eine Quote von 5,8 Prozent registriert. 3,7 Prozent beträgt die Quote der Langzeitarbeitslosen.
Rumänien verfügt über einen vergleichsweise hohen Ausbildungsstand, der - unter theoretischen Aspekten - den Ansprüchen der westlichen Wirtschaft genügt. Defizite bestehen in der praktischen Ausbildung. In Wirtschaftszentren wie Bukarest, Timisoara, Sibiu oder anderen aufstrebenden Regionen sind die Durchschnittslöhne deutlich höher als im übrigen Rumänien. In diesen Regionen existiert kaum Arbeitslosigkeit, hier besteht aufgrund der zahlreichen westlichen Investitionen eine große Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften, insbesondere im kaufmännischen Bereich.
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Arbeitslosenquote
in % |
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| Jahr | 2003 |
2004 |
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 Prognose |
| Quote | 9,2 | 8 | 7,2 | 7,3 |
6,4 |
5,3 | 8,0 |
Quelle: Nationales Statistisches Amt,
Rumänien
http://www.insse.ro

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Klassifizierung der wirtschaftlichen und |
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| Punktzahl | Gesamtwirtschaftliche Situation |
Kreditrisiko |
| 0 -35 | schlecht | hohes Risiko |
| 36 -50 | unterdurchschnittlich | gehobenes Risiko |
| 51 - 65 | überdurchschnittlich | moderates Risiko |
| 66 - 100 | gut | geringes Risiko |
Quelle: Mittel- und Osteuropa Perspektiven; Jahrbuch 2005/2006
(a) Rumänische Exporte (2004 - 2008)
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Mio. Euro |
2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 |
|
Insgesamt |
18.935 |
22.255 | 25.850 | 29.380 | 33.614 |
|
EU |
14.150 |
15.904 Steigerung: 9 % |
18.352 Steigerung: 15 % |
18.258 Abnahme -0,6 % |
19.824 Steigerung: 8,6% |
| Deutschland |
3,103 |
3.483 Steigerung: 10 % |
4.336 Steigerung: 25 % |
4.742 Steigerung: 8,5% |
4.787 Steigerung: 0,9% |
(b) Rumänische Importe (2004 - 2008)
|
Mio. Euro |
2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 |
|
Insgesamt |
26.281 | 32.568 | 40.746 | 50.883 | 56.134 |
|
EU |
18.039 |
21.849 Steigerung: 21 % |
27.274 Steigerung: 25 % |
31.935 Steigerung: 15,3 % |
36.245 Steigerung: 13,5% |
| Deutschland |
4.397 Steigerung: 25 % |
5.317 Steigerung: 21 % |
7.219: Steigerung: 36 % |
7.774 Steigerung: 7,5 % |
8.752 Steigerung: 12% |
Quelle: Nationales Statistisches Amt,
Rumänien
http://www.insse.ro
(c) Die wichtigsten Handelspartner Rumäniens (2008)


Quelle: gtai, Wirtschaftsdaten aktuell
(d) Die Struktur des Außenhandels
Exportstruktur nach Warengruppen
(Anteile am Gesamtexport in %)
Mit einem Anteil von 28,8% liegen die Erzeugnisse der Bekleidungsindustrie an erster Stelle (4,2 Mrd. Euro, davon Schuhe 1,2 Mrd. Euro). 17,6% waren Maschinen (3,3 Mrd. Euro), 15,4% Metallerzeugnisse (2,9 Mrd. Euro). Knapp drei Viertel der Exporte (72,9%) gingen in die EU (+20,1%).
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Warengruppe |
Anteil in % |
|
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Textilien, Bekleidung, Schuhe, Lederwaren |
28,8 |
|
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Maschinen- und Ausrüstungen |
17,6 |
|
|
Metallurgische Produkte |
15,4 |
|
|
Mineralische Erzeugnisse |
7,2 |
|
| Transportmittel | 6,3 | |
|
Sonstige Waren |
24,7 |
Importstruktur nach Warengruppen
(Anteile am Gesamtimport in %)
Hauptanteile lagen mit 23,8% bei Maschinen (6,2 Mrd. Euro), 13,4% Rohstoffe (3,5 Mrd. Euro), 12,6% Kleidung (3,3 Mrd. Euro), 9,3% Fahrzeuge (2,4 Mrd. Euro), 8,4% Metall- und Chemieerzeugnisse (2,1 Mrd. Euro).
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Warengruppe |
Anteil in % |
|
Maschinen und Ausrüstungen |
23,8 |
|
Mineralische Rohstoffe |
13,4 |
| Textilien, Textilprodukte, Ledererzeugnisse | 12,6 |
| Transportmittel | 9,3 |
| Metallurgische Erzeugnisse | 8,4 |
|
Chemische Erzeugnisse |
7,9 |
|
Sonstige Waren |
24,6 |
Charakteristika des rumänischen Marktes
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien Mitglied der Europäischen Union (EU).
Rumänien ist darüber hinaus Mitglied der Vereinten Nationen UNO sowie allen dazugehörenden Unterorganisationen wie FAO, UNESCO, IAEA, UNIDO, UNCTAD, WHO, usw.. Seit dem Jahr 1994 ist Rumänien auch Mitglied der Welthandelsorganisation WTO. Mit dem Beitritt Rumäniens zur EU hat das Land auch alle Freihandelsabkommen der EU übernommen bzw. jene eliminiert, die nicht von der EU geschlossen wurden. Seit 1997 ist Rumänien Mitglied des Madrider Abkommens vom 27. Juni 1989 hinsichtlich der Registrierung internationaler Marken.
Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Rumänien bereits am 29. März 2004 Mitglied der NATO.
Stärken und Schwächen des rumänischen Marktes:

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Stärken des rumänischen Marktes |
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| Wachstum | Mehrere Jahre ein konstantes Wachstum des BIP mit durchschnittlich etwa 6 Prozent. Die Wirtschaftskrise trifft insbesondere auch Rumänien, so dass mit einer deutlichen Schrumpfung des BIP im Jahr 2008 zu rechnen ist. |
| Rating | Standard & Poor’s hat die Heraufstufung Rumäniens von „stable“ auf „positive“ angekündigt. Die Bewertungen für die langfristige Devisenverschuldung Rumäniens wurde bei BB+ beibehalten, ebenso die Bewertung BBB- für die langfristige Binnenverschuldung und die Bewertungen B und A-3 bei kurzfristigen Verschuldungen |
| Aufschwung | Die meisten wirtschaftlichen Indikatoren zeigen positive Entwicklungen auf: ein konstantes Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig sinkender Inflations- und Arbeitslosenrate. Der inländische Konsum steigt weiter an. Auch die ausländischen Investitionen haben im Kalenderjahr 2006 deutliche Sprünge vollzogen. Auch 2008 werden wieder zahlreiche Investitionen getätigt werden; ihr Wachstum schwächt zwar ab, dürfte real aber noch circa +14% erreichen nach +18% im Jahr 2007. (Quelle: bfai) |
| Schuldendienst | Vollständige und rechtzeitige Auszahlung der ausländischen Verpflichtungen. Weitere Verbesserung der Struktur der Auslandsverschuldung. |
| Devisenreserven | Die Devisenreserven beliefen sich Ende Juli 2007 auf rund 22,43 18,28 Mrd. Euro, was 4,15 Mrd. Euro mehr als ein Jahr zuvor sind. Die internationalen Reserven Rumäniens (Devisenreserven plus Goldreserven: 104,7 t im Wert von 1,64 Mrd. Euro) lagen Ende Juli 2007 bei rund 24,07 Mrd. Euro. |
| Hilfsprogramme | Finanzielle Unterstützung durch die internationalen Finanzinstitutionen wie zum Beispiel IWF und Weltbank. |
| Produktionsbedingungen | Insgesamt günstige Produktionsbedingungen, auch wenn der Weg bis zum Start der Produktion durch zahlreiche Genehmigungen und Verwaltungshürden steinig sein kann. |
| Löhne | Niedriges Lohnniveau, insbesondere abseits der wirtschaftlichen Zentren Bukarest, Timisoara, Cluj und Sibiu. Weitere Informationen zum Thema "Löhne und Gehälter in Rumänien" finden Sie hier. |
| Fachkräfte | Gut ausgebildete Fachleute und Arbeitskräfte. In einigen Regionen existiert allerdings ein massiver Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften. Ausländische Bildungseinrichtungen sowie Großinvestoren investieren hier in eigene Angebote. Universitätsabsolventen sind i.d.R. sehr gut ausgebildet, allerdings wird auf studienbegleitende Praktika zu wenig Wert gelegt. |
| Investitionsbedarf | Hoher Bedarf an Investitionsgütern. Daraus ergeben sich besondere Chancen für Güter "Made in Germany", die sehr gefragt sind. |
| Binnenmarkt | Mit 21,7 Millionen Verbrauchern ist Rumänien der zweitgrößte Markt in Mittel- und Osteuropa (nach Polen) |
| Geographische Lage | Rumänien verfügt über ein bedeutendes Potential als Handelspartner, u.a. bedingt durch die günstige geographische Lage. Das Land liegt in der Mitte dreier bedeutender Regionen – Mitteleuropa, Südeuropa und die weiter östlich liegenden Staaten (z. B. die Ukraine). Als ein Teil der Grenze bietet das Schwarze Meer einen Zugang zum Kaukasus auf dem Seeweg. |

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Probleme des rumänischen Marktes |
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| Außenhandelsdefizit | Nach Jahren mit relativ geringem Außenhandelsdefizit verzeichnet Rumänien seit 2004 jährliche Rekorddefizite. Die Entwicklung des rumänischen Außenhandels hat eine negative Auswirkung auf die Leistungsbilanz. Zu beobachten ist insgesamt eine starke Zunahme der Ex- und Importe |
| Strukturreformen | Bedingt durch notwendige Strukturreformen, herrscht eine rege Gesetzgebungstätigkeit. Nicht alle Verordnungen sind dabei wirtschaftlich oder logisch nachvollziehbar. Besonders schlecht geratene Gesetze werden wieder abgeschafft oder durch Ergänzungen korrigiert. Manche Beschlüsse werden erst nach mehreren Jahren wirksam, andere unmittelbar mit Veröffentlichung. Zudem hat sich in der Vergangenheit eine zögerliche Umsetzung von Strukturreformen im Industrie- und Bankensektor negativ ausgewirkt. |
| Rechtsunsicherheit | In einigen Bereichen bestehen nach wie vor rechtliche Unsicherheiten, die vor allem durch die rege Gesetzgebungstätigkeit verursacht sind. Gleichzeitig muss aber eine Anpassung an die Gesetzgebung der EU erfolgen. Hier ergeben sich vermehrt Konflikte. Immer wieder wird beklagt, dass bestehende Gesetze falsch ausgelegt oder gar nicht beachtet werden. Insgesamt ist die Tendenz aber eindeutig positiv. |
| Verwaltung | Die Öffentliche Verwaltung ist in einigen Bereichen nach wie vor problematisch. In zahlreichen Bereichen (z. B. im Finanzwesen, Steuerbereich) gelingt es der Verwaltung nicht, mit dem Tempo der Gesetzgebung Schritt zu halten. Dadurch werden nicht immer die neuesten Gesetze angewendet. |
| Stempelwirtschaft | Ohne zahllose Stempel und Papiere geht in der rumänischen Verwaltung wenig. |
| Inflation | Die Inflation ist stark rückläufig, aber immer noch vergleichsweise hoch. |
| Schuldendienst | Moderate Auslandsverschuldung, aber weiterhin hoher Schuldendienst. |
| Mehrwertsteuererstattung | Ständige Verzögerungen bei der Mehrwertsteuererstattung. Inzwischen existiert eine gesetzliche Regelung, die angibt, in welchem Zeitraum die Mehrwertsteuer rückerstattet werden muss. Oftmals hat dies eine Steuerprüfung zur Folge. |
| Kaufkraft | Mangelnde Kaufkraft der Bevölkerung, insbesondere im Osten und Norden von Rumänien sowie eine stellenweise mangelhafte Infrastruktur. Eine tragende Mittelschicht ist im Entstehen. Der inländische Konsum steigt, ist aber im Vergleich zu den EU-Ländern (auch mit den "neuen" EU-Mitgliedern) geringer. |
| Korruption | Korruption ist trotz aller Anti-Korruptionskampagnen ein Thema. Auch die EU bemängelt dies immer wieder. |
| Regionale Disparitäten | Teilweise extreme Unterschiede in der regionalen wirtschaftlichen Entwicklung. Westlich der Karpaten ist gute wirtschaftliche Entwicklung feststellbar. Dagegen scheint in manchen östlichen Gebieten die Entwicklung nur sehr zögerlich voranzugehen. |
Staatsoberhaupt: Staatspräsident Traian BASECU (Nationale Liberale Partei, PNL), seit dem 20. Dezember 2004. Wiedergewählt im Dezember 2009.
Das rumänische Parlament hat die neue Regierung des Landes bestätigt. Das Kabinett um den alten und neun Premierminister Emil Boc wurde mit 276 Stimmen angenommen. 135 Parlamentarier stimmten dagegen. Anwesend waren 470 Parlamentarier. Das Kabinett besteht aus Mitgliedern der Liberaldemokratischen Partei (PDL), des Verbandes der ungarischen Minderheit (UDMR) sowie aus Parteilosen.
Parlamentszusammensetzung:
Das Zweikammerparlament besteht aus der Abgeordnetenkammer (332 Abgeordnete) sowie dem Senat (137 Senatoren).
Die Gewerkschaften spielen in Rumänien nur eine untergeordnete Rolle. Der Großteil der Arbeitskonflikte findet im staatlichen Sektor statt. Der Privatsektor ist wenig betroffen, hier ist auch die Stellung der Gewerkschaften eher schwach. Solange der Arbeitgeber die Löhne rechtzeitig bezahlt und keine massiven Entlassungen vornimmt, kann er in Rumänien davon ausgehen, dass sein Unternehmen streikfrei bleibt.
Die wichtigsten Gewerkschaften mit jeweils ca. einer Million Mitglieder sind:
- BNS (Blocul National Sindical)
- CNSLR/Fratia (Confederatia Nationala a Sindicatelor Libere din România)
- CS Cartel Alfa (Confederatia Sindicatelor)
- CSDR (Confederatia Sindicatelor Democrate din România)
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