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IHK24

17.11.09 | Vollversammlung der IHK Pfalz in Frankenthal: IHK Pfalz will verstärkt in Weiterbildung investieren (PM 63)

Ludwigshafen/Frankenthal, 17. November 2009 | Nr. 63

Vollversammlung der IHK Pfalz in Frankenthal:
IHK Pfalz will verstärkt in Weiterbildung investieren

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz, Willi Kuhn, hat heute bei der letzten Vollversammlung der laufenden Amtsperiode die wirtschaftliche Entwicklung des vergangenen Jahres unter die Lupe genommen und dabei auch die vielfältigen politischen Aktivitäten der IHK im Superwahljahr Revue passieren lassen.

In Hinblick auf die Konjunktur ist Kuhn für 2010 angesichts der kontinuierlich verbesserten Geschäftslage und Geschäftserwartungen der Unternehmen vorsichtig-optimistisch. Dabei sieht er jedoch vor allem in der starken Exportorientierung der Pfalz, in einer möglichen Kreditklemme und in der Entwicklung des Arbeitsmarkts nach wie vor Unsicherheitsfaktoren.

Kuhn bedankte sich bei seinen Unternehmer-KollegInnen für ihr großes ehrenamtliches Engagement in der Wahlperiode 2004-2010 und unterstrich die bedeutende Rolle der wirtschaftlichen Selbstverwaltung am Beispiel des Ausbildungspaktes. Der Pakt habe der Wirtschaft zwar massive Anstrengungen durch verbindliche Ausbildungsplatzgarantien abgefordert, jedoch damit eine Ausbildungsplatzabgabe und staatliche Ausbildungseinrichtungen anstelle der bewährten betrieblichen Ausbildung verhindern können. Zum sichtbaren Erfolg des Ausbildungspaktes in der Pfalz - hier zeigte sich in den letzten Jahren die stärkste Ausbildungsplatzdynamik - hat laut Kuhn vor allem das persönliche Engagement vieler Mitglieder der Vollversammlung beigetragen.

Bereits 2005 hatte die Vollversammlung beschlossen, die Ausbildungsgebühren auszusetzen, um einen Anreiz für die Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen zu setzen und so auch weiteren Betrieben erstmals eine eigene Ausbildung zu ermöglichen. Das Volumen dieses bis 2009 einschließlich geltenden Gebührenverzichts beträgt pro Jahr rund 800.000 Euro. Vor einem Jahr hatte die IHK außerdem angesichts der Wirtschaftskrise die IHK-Beiträge um rund zehn Prozent gesenkt, was ein Volumen von mehr als 1 Mio. Euro ausmacht. Da sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt - auch aufgrund des demografischen Wandels - zwischenzeitlich weitgehend entspannt hat, ist diese Ausbildungssubvention nach Auffassung der Vollversammlung ab 2010 nicht mehr nötig.

Stattdessen rückt - ebenfalls aufgrund des demografischen Wandels - die Weiterbildung unter dem Schlagwort "lebenslanges Lernen" stärker in den Fokus. Hierauf will die IHK ihre Kräfte konzentrieren, um sich auf die künftig steigenden Anforderungen an die Qualifizierung von Fachkräften in der Wirtschaft einzustellen. Dafür sind Investitionen zur Modernisierung und Sanierung des Zentrums für Weiterbildung in Ludwigshafen erforderlich, wofür die Vollversammlung bereits im Frühjahr die finanziellen Weichen gestellt hatte. Nachdem in den 90er Jahren der Standort Pirmasens grundlegend saniert und in diesem Jahr der Standort Landau aufgewertet wurde, steht 2010 eine Investition von rund 1,9 Mio. Euro in Brandschutz und Energieeffizienz am Standort Ludwigshafen an.

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