16. Februar 2017

IHK Pfalz analysiert Pfälzer Kommunen

Ludwigshafen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz veröffentlicht erstmals eine vergleichende Analyse von 15 Kommunen in der Pfalz. In der Broschüre „Kommunen im Vergleich“ wurden insbesondere solche statistischen Kennzahlen untersucht, die einen bedeutenden Einfluss auf die Standortentscheidungen von Unternehmen haben, darunter die Gewerbesteuerhebesätze und Kaufkraftkennziffern, aber auch Fahrzeiten zu Flughäfen oder der Jugend- und Altersquotient, bei dem die Zahl der Jugendlichen bzw. Älteren in Bezug auf 100 Personen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren angegeben wird.
„Mit ‚Kommunen im Vergleich‘ wollen wir zusätzlich Transparenz bei der Standortqualität der Kommunen schaffen“, so Ruth Scherer, Referentin im Geschäftsbereich Standortpolitik. Diese Analyse ergänze die Studie „Wirtschaftsstandort Pfalz“ der IHK Pfalz, für die regelmäßig rund 10.000 Unternehmen in zwölf pfälzischen Kommunen zu den Standortfaktoren vor Ort befragt werden. „Steuern und Abgaben, Infrastruktur und Arbeitskräfteangebot sind wichtige Standortfaktoren für Unternehmen. Unsere Analyse der Kommunen unterscheidet insgesamt sieben Themenblöcke, darunter z.B. den Arbeitsmarkt“, erläutert Scherer. Ein Ergebnis der Analyse sei zum Beispiel, dass die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2006 und 2016 in der Pfalz um 16,3% gestiegen sei. „An der Spitze liegt Speyer, hier beträgt der Beschäftigungszuwachs 30,3%“, wie Scherer berichtet. Ein Indikator dokumentiert auch die Veränderung der Arbeitslosenzahlen zwischen den Jahren 2009 und 2016. Der prozentual stärkste Rückgang war in Wörth am Rhein zu verzeichnen: -26,7%.
Zu den untersuchten Kommunen zählen die acht kreisfreien Städte der Pfalz sowie die Städte Bad Dürkheim, Germersheim, Kirchheimbolanden, Kusel, Schifferstadt und Wörth sowie die Gemeinde Haßloch. Damit sind dieselben zwölf Städte wie im „Wirtschaftsstandort Pfalz“ sowie die drei nächstgrößeren verbandsfreien Gemeinden in den Vergleich einbezogen. Anhand von 31 einzelnen, objektiv messbaren Indikatoren und Kennziffern werden Indexwerte berechnet und für jeden einzelnen Indikator eine Rangliste erstellt. „Kommunen im Vergleich“ stützt sich u.a. auf Daten des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz und der Bundesagentur für Arbeit sowie auf eigene Berechnungen und Erhebungen der IHK Pfalz.